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Tangente St.Pölten

Tangente: New Masada Quartet

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John Zorn, Julian Lage, Jorge Roeder, Kenny Wollesen

Radical Jewish Culture

„Musik sollte wie eine Reise zum Mond sein, Transzendenz, eine Rakete.“ John Zorn hat über mehr als 50 Jahre auf Hunderten von Konzerten und Tausenden von Tonträgern so diverse Genres wie Jazz, Rock, Hardcore, Speed Metal, Blues, jüdische Musik oder (zeitgenössische) klassische Musik zelebriert und weiterentwickelt. Seit 1992 bildet Radical Jewish Culture einen wesentlichen Fokus seiner Arbeit und auch einen Schwerpunkt seines Labels Tzadik. Zentrale Bedeutung für die Radical Jewish Culture hatte die Uraufführung von Zorns Komposition „Kristallnacht“, deren Titel sich auf die häufig so bezeichneten Novemberpogrome von 1938 bezieht. 

„Ich komponiere Musik für meine Freund:innen“, sagt John Zorn. Bei diesen Freund:innen handelt es sich um Künstler:innen, die ausnahmslos jene vier Anforderungen erfüllen, die es Zorns Analyse nach für gute Musik braucht: Ehrlichkeit, Können, Fantasie, Katharsis. 

In Zorns Musik zählt nur die Gegenwart, und zugleich gestaltet er diese voller Bezüge auf Musikgeschichtliches – von Hildegard von Bingen bis in die jüngste Vergangenheit hinein. Er arbeitet mit einem ganzen Kompendium spiritueller und mystischer Referenzgrößen, von der Kabbala über christliche Heilige bis hin zu Okkultismus, Tarot und anderem aus der Orakelabteilung. Manche seiner musikalischen Freund:innen, etwa Kenny Wollesen, spielen seit 40 Jahren seine Musik. Top-Interpret:innen aus einem ungemein weiten Feld bis hin zu Klassikstars wie Barbara Hannigan gehören zu seinem engsten Kreis. „Ich habe mir mein eigenes System geschaffen“, erklärt Zorn. Lauter beste Freund:innen. Und alle ausnahmslos unersetzlich.

 

Datum und Uhrzeit

04.07.2024 21:30
 

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